Über uns

Die Klinik für Forensische Psychiatrie wurde am 16. März 2001 als dritte Klinik dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern in Betrieb genommen. Unser Haus ist Bestandteil des Zentrums für Nervenheilkunde, das sich im Rostocker Stadtteil Gehlsdorf befindet. Wir sind eine moderne Fachklinik mit 100 Behandlungsplätzen für psychische kranke Straffällige. Die überwiegende Mehrheit unserer Patienten hat im Zusammenhang mit einer Abhängigkeitserkrankung Straftaten begangen; wir behandeln aber auch Patienten mit anderen Erkrankungen, z. B. Schizophrenie. Außerdem haben wir 10 Behandlungsplätze für Jugendliche und Heranwachsende, die aufgrund einer psychischen Störung oder einer Abhängigkeitserkrankung straffällig geworden sind. Durch ein breites Spektrum an Therapieformen und der Weiterbehandlung der Patienten in unserer Ambulanz bereiten wir unsere Patienten auf ein sucht- und straffreies Leben vor.

Die Behandlung findet auf einer Aufnahmestation, einer Jugend- und Heranwachsenden-Station, vier Therapiestationen und einer Rehabilitationsstation statt. Unsere Hauptaufgabe im Rahmen des Maßregelvollzuges ist die Unterbringung und Behandlung von psychisch kranken Rechtsbrechern. Dabei stehen vorwiegend Menschen im Mittelpunkt, die im Zusammenhang mit einer Abhängigkeitserkrankung Straftaten begangen haben (§ 64 StGB). Diese sind für eine Verweildauer von 2 bis 3 Jahren untergebracht. Die Behandlung findet unter zwei im Gesetz verankerten Aspekten statt: Besserung und Sicherung.

Um der Behandlung der verschiedensten psychischen Störungen gerecht zu werden und insbesondere die Verursachungsfaktoren der Straftat(en) zu bearbeiten und einer erneuten Straffälligkeit vorzubeugen, bieten wir ein breites Spektrum an Therapieformen an. Diese umfassen vor allem verhaltenstherapeutisch orientierte Verfahren, die in der Gruppe und in Einzeltherapie zum Einsatz kommen. Spezifische Therapieformen sind z. B. die DBT-F (für die Forensik adaptierte Form der dialektisch-behavioralen Therapie), das R&R ("Reasoning & Rehabilitation")-Programm, soziales Kompetenztraining sowie eine Drogen- und eine Alkoholgruppe. Zusätzlich werden Gruppengespräche, Arbeits- und Beschäftigungstherapie, Entspannungsverfahren und Sporttherapie angeboten. 

Im Rahmen der Studentenausbildung sind wir in Vorlesungen, Praktika und Seminaren in den Unterricht von Medizinstudenten sowie die Betreuung von Promovenden eingebunden.