Zu vergebende Promotionen

Beurteilung der Mundhygiene von Patienten der forensischen Psychiatrie

Die forensische Psychiatrie behandelt Menschen, die eine Straftat im Zusammenhang mit einer psychischen Erkrankung, inkl. Suchterkrankung, begangen haben. Die Mehrheit dieser Patienten hat komplexe, psychische, und oft auch körperlicheProbleme und benötigt einen multidisziplinären Ansatz in der Behandlung. Diese umfasst auch die somatische Gesundheitsversorgung, einschließlich Maßnahmen zur Verbesserung der Mundhygiene. Studien haben gezeigt, dass forensische Patienten und Insassen in Gefängnissen eine schlechtere Mundhygiene haben als die Allgemeinbevölkerung. Dies ist auf sozioökonomische Faktoren zurückzuführen, darunter Aufklärung über vorbeugende Maßnahmen und die Verfügbarkeit einer qualitativ hochwertigen zahnärztlichen Versorgung. Ziel dieses Promotionsprojekts ist es, die Mundhygiene (Zahn-, Zungen- und Zahnfleischgesundheit) von forensischen Patienten vor und nach einer aufklärenden und motivierenden Intervention zur Verbesserung der Zahnhygiene zu beurteilen. Die/der Doktorand*in führt eine Literaturrecherche durch, die den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema zusammenfasst. Die/der Doktorand*in erstellt des Weiteren ein Studienprotokoll, beantragt ethische und datenschutzrechtliche Genehmigungen, führt eine Mundhygieneintervention durch und fasst die Ergebnisse zusammen.